Wenig freundliches Wetter ist der kleinen Truppe in Oberdorf, beim Parkplatz Weberhüsli, beschieden, wie sie startet zur Clubtour; auf bekanntem Weg wandern wir dem Wildbach entlang taleinwärts. Unmittelbar dort, wo ein Fahrweg zum Heuboden zur Rechten abbiegt, beginnt das malerischen Franzosenwägli, welches meist schmal und steil im Steinig hochleitet (und abkürzt) zum Wiedereintritt auf den WW auf 1067 m.

Auf diesem schreiten wir im Wald nun weiter an - der Nebel verdichtet sich allmählich zu leichtem Nieseln - bis zum Austritt aus jenem und zu den Alpflächen bei P. 1182. Während unseres Weitermarsches zur heute geschlossenen Wirtschaft Bergrestaurant Hinter Weissenstein wird das Wetter noch eine Spur trüber; nach einem kurzen Rasthalt unter dem Dach des Hofes steigen wir an Richtung Nidleloch. Wir halten wieder zur Linken des überraschend hohen und senkrechten Felsaufbaus (unter welchem sich jenes „versteckt“) und treten ein in die steile, rutschige, Rinne, welche bald überleitet zum leider nur kurzen, doch attraktiven NW-Felscouloir des nahen Gipfels. Gut gestuft ist es, doch immerhin dürfen wenige Male die Hände eingesetzt werden, um die westliche Gratkante des Dilitschchopfes zu gewinnen - inzwischen sind erste Schneeflocken gefallen, und bedecken Blätter und Laub der Bäume während des Weiterweges.

Das Wetter ist nun gleichbleibend trübe, die Aussicht nicht vorhanden, so dass wir nach dem Besuch des höchsten Punktes sogleich auf dem Gratweg weiter- - und später abschreiten zum Parkplatz Weissenstein, P. 1261. Innert Kürze erreichen wir auf der Passstrasse das Restaurant Sennhaus, wo wir uns zum kurzen Aufwärmen und zu verschiedenen Getränken einfinden.

Wie wir das „angeschriebene Haus“ verlassen, zeigen sich erste deutliche Anzeichen der Wetterbesserung; und wie wir auf dem WW durch den Säugraben absteigen zum Nesselboden, dringt die Sonne durch - so dass wir unweit der modernen, gefälligen, Mittelstation der neuen Gondelbahn unsere verspätete Mittagsrast abhalten können.

Wenn auch bekannt - der weitere Abstieg via Stigelos, am Chänzeli-Bänkli vorbei - bereitet immer wieder Genuss, umso mehr, als wir nun im Sonnenschein den aufwändig in den Fels gehauenen Weg abschreiten können.

Bei der letzten Serpentine auf 803 m (bevor einer der WW nach WSW abbiegt), befindet sich der wenig deutliche Abzweig zum letzten Ziel unserer heutigen Tour:

eine Spur leitet hier erst gemächlich und unschwierig wieder hoch - eine kurze felsige Passage wird mittels Ketten unproblematisch bezwungen. Einige wenige, teils abschüssige, Abschnitte - und weitere gesicherte - folgen bis zum finalen Aufschwung vor dem Rundloch. Dieses wird mittels einer Metallleiter steil erreicht - der Ausstieg nun auch kettengesichert, und somit vereinfacht; wir geniessen diese „Extratour“ sehr - können wir uns doch weiterhin über sonniges Wetter freuen.

Der abschliessende Teil unserer Wanderung verläuft sehr einfach im Wald des westlichen Vorberges: wir traversieren hinüber zu P. 759, ab hier folgen wir der Passstrasse via P. 702 zurück nach Oberdorf, Parkplatz Weberhüsli.

unterwegs; Felix (Tourenleiter), Heinz, Ursula und Walter