Nach wenigen Metern Fussmarsch ab der Bergstation Niederrickenbach Dorf im Schatten streben wir dem heute geöffneten Pilgerhaus, welches nun vom ehemaligen Hüttenwartepaar der Spitzmeilenhütte geführt wird, zu; ein sympathisches Lokal.

Nach dem Kaffeehalt geht’s nun richtig los: auf dem schon aperen Strässchen wandern wir im Sonnenlicht, an Steinrüti vorbei, entlang leicht schneebedeckter Wiesen hoch zum Picknickplatz Reservoir bei P. 1299. Bereits während dieser ersten, flacheren, Etappe begleitet uns eine herrlich leuchtende, verschneite, Bergwelt - mit der formschönen Pyramide des Brisens im Mittelpunkt.

Wie wir hier vom Strässchen abbiegen und den ersten stattlichen, herrlich mit Schnee verzierten, Bäumen auf dem BWW zustreben, ist nun die Unterlage schneebedeckt. Nach den ersten Ausblicken Richtung Pilatus tauchen wir in den schattigen Winterwald ein und steigen an zum Bleikigraben; nach dessen Querung und dem etwas steileren Anstieg begeistert uns ausgangs Wald der Übergang ins beinahe grelle Sonnenlicht, welches hier die noch blattlosen, jedoch mit einer leichten Schneeauflage geschmückten, Bäume in bewundernswerter Art erscheinen lässt.

Statt dem nun folgenden abkürzenden BWW-Abzweig entlang direkt über die Wiese weiter hoch zu stapfen, wählen wir den ausholenden Fahrweg - so können wir einige matschige Abschnitte des Wegleins vermeiden. An Bleiki vorbei folgen wir dem Zufahrtssträsschen bis zu P. 1404, und rechts abbiegend weiter bis zur Einmündung des BWW.

Da wir hier eine etwas festere und höhere Schneeschicht vorfinden, folgen wir in etwa dem Verlauf des offiziellen Weges - eine einzelne frische Spur leitet uns zusätzlich; hingegen sind die hier vor einer Woche in Massen gesichteten Krokusse unter dem Schnee selbstverständlich nicht auszumachen. Einige wenige geschützte Stellen - wie beispielsweise unter einem leicht in die Luft ragenden Holzbrett bei unserer kurzen Rast vor dem Übergang Bleikigrat - lassen uns spärliche Exemplare entdecken.

Eine recht winterliche Passage leitet uns zu diesem hinüber; danach beginnt der steilere Schlussanstieg zum Gipfel, manchmal auf dem knapp sichtbaren Wanderweg, oft - vor allem mit zunehmender Dauer, Höhe und Schneedichte - weglos, in der Nähe des gegen NE steil abbrechenden Hanges. Die dort noch vorhandenen, grobblockigen, Schneereste sind frisch überzuckert; und auf dem letzten, flacheren Abschnitt zum Buochserhorn beträgt die Neuschneedecke gegen 30 cm … ein währschaftes, schönes, Winterwandern!

Wir sind voller Freude über die fantastische Aussicht, das vorzügliche Rundumpanorama; dabei halten sich einige Wolkenfelder um Pilatus und Innerschweizer Berge länger, das Mittelland scheint lange unter dem Nebel zu liegen …

1½ h geniessen wir die Aussicht auf die hehre Bergwelt - und unsere gemütliche Mittagsrast - bevor wir uns auf den Rückweg machen; dabei können wir feststellen, dass in unseren vorgängig gelegten Spuren sowie an den kleinen Grashögern die Sonne viel Schnee weggeschmolzen hat, und so die ersten, zwar etwas mitgenommenen, Krokusse erscheinen lässt.

Wie wir wieder den Steilhang hinuntersteigen, wird dies eine rutschige Angelegenheit - der wegtauende Schnee macht das Terrain sehr matschig - dafür jedoch sind stets mehr der Frühlingsblümchen anzutreffen.

Nach dem Übergang Bleikigrat werden die Schneereste stets kümmerlicher - wir staunen, sind jedoch nicht allzu sehr überrascht, dass die Sonne dem Neuschnee so effizient zu Leibe rückt.

Nach dem Abstieg zum Fahrsträsschen folgen wir diesem an P. 1482 vorbei bis zum wieder über die Wiese abkürzenden BWW; auf diesem schreiten wir über die Alpweiden Bleiki zum Bleikigraben zurück zu P. 1299 bei der Picknickstelle Reservoir.

Via Steinrüti schlendern wir nochmals zum Pilgerhaus, wo wir auf der Terrasse feines Bier und andere Getränke zum Abschluss unserer Wanderung in Niederrickenbach genehmigen.