Erst wenige PWs sind am Parkplatz Bergruine Balmfluh abgestellt, wie wir bei schönem Vorsommer-Wetter unsere Tour im lichten Wald beginnen. Sie leitet uns an der Ruine der ehemaligen Gipsmühle vorbei auf der Bike-Strecke wenig steil hoch zur Balmberg-Passstrasse auf 792 m. Nach ca. 250 m abwärts führendem Asphaltmarschieren erreichen wir den Parkplatz Wasserfallen; hier eröffnet sich nun der spannende, wildromantische Teil der insgesamt unschwierigen Wanderung - anfänglich einfach dem Bächlein, ein Seitenast der Siggern, im Wald entlang, später über eine saftige Wiese aufsteigend. Doch steiler nun, über der doch hier tiefer eingeschnittenen Schlucht, leitet der Pfad weiter hoch - ein Fehltritt zeitigte hier sehr unliebsame Folgen. Auch wenn der Wasserfall Stritwald nur wenig Wasser führt - seine Lage in der Waldschlucht wirkt einmal mehr sehr idyllisch; wir verweilen hier kurz, und erfreuen uns des feinen Wegabschnittes, bevor wir kurz danach auf die Weiden hinaustreten.

Auf ihnen gewinnen wir weitere Höhenmeter, bevor wir hinüberqueren zur Bergwirtschaft Hofbergli, Hinderes Hofbergli, und auf deren Sonnenterrasse uns zum ersten Getränkehalt niederlassen. Noch herrscht hier relative Ruhe - später jedoch wird, wie wir alsbald von den Flühen herabblickend erkennen werden, die schön gelegene Gaststätte am Muttertag eifrig angesteuert …

Wir wandern nun ein kurzes Stück der Fahrstrasse entlang bis zum Wanderweg, welcher über die Weiden hochführt zum „Blauen Hufeisen“, der „Eingangspforte“ in den Wald östlich der Chambenflüe. Durchs frische Grün des Buchenjungwuchses hindurch erreichen wir den Grat, auf welchem wir angenehm, ohne grössere Steigung, bald beim bekannten Rastbänklein auf der Aussichtsterrasse des Chamben ankommen. Gemütlich und genussvoll verweilen hier, lassen die Blicke übers Mittelland zu den Alpen schweifen, und stossen auf unseren „Gipfelerfolg“ an.

Nach beschaulichem und unterhaltsamem Verweilen setzen wir die Wanderung entlang der beträchtlich steil abfallenden Felswände zur Südseite hin fort; noch vor der gesicherten Passage mit Ab- und Wiederaufstieg böten jene auf teilweise etwas anspruchsvolleren Routen direkte Durchstiegsmöglichkeiten. Nach dem letzten Aufschwung „flanieren“ wir über die sattgrünen, von Tausenden von leuchtenden Löwenzahnblüten geschmückten, Wiesen dem Niederwiler Stierenberg zu. Auf Uelis Terrasse machen wir, die elf „Wandervögel“ und die fünf Hunde, uns breit, und gleichen den Flüssigkeitshaushalt wieder aus; wiederum bedient von der sympathischen Degi.

Während meine beiden Kili-Freunde hier länger - bei guten Bekannten - verweilen, machen wir uns auf den Abstieg via Kreuz unterhalb des Beizchens auf oft nur schwach erkennbarer Wegspur zum „Schnapsbänkli“, bereits im Wald, aus welchem wir später auf die Weiden hinaustreten.

Doch erst habe ich die Aufgabe zu lösen, eben dieses Bänkli zu finden (einfach, liegt es doch nur wenige Meter vom Weg entfernt an einer Aussichtstelle), und auch die versteckte, namensgebende, Flasche aufzuspüren … (Degi hatte Recht, als sie meinte, bei der Suche dürfe ich mich nicht zu weit vorwagen - eine gut fünf m hohe Felsstufe breche darunter beinahe senkrecht ab).

Nun, gefunden und gekostet, steigen wir später weglos ab zur Längmatt; wandern gleich zur Postautohaltestelle Günsberg, Längmatt, von wo aus wir wenige Meter nochmals der Passstrasse hinauf folgen und zur Linken in den ausgeschilderten WW abbiegen.

Dem hier nun wieder hübschen Waldweglein folgend, gelangen wir in Kürze zum Fahrweg, eine alte Passstrasse, auf welcher wir nach wenigen Metern eine „Moststation“ nahe Weidli, entdecken. Nach dem kurzen Trinkhalt schreiten wir weiter talauswärts, überqueren dabei die Sigger, welche sich hier in einer engen Klamm hinabstürzt, und finden uns in Kürze wieder beim Parkplatz Burgruine Balmfluh.

Zusammen mit Marlies, Priska, Thomas und Verena steige ich abschliessend auf der in den Fels gehauenen, gesicherten Treppe (leicht luftig) zur sehenswerten Ruine der ehemaligen Grottenburg, der Burgruine Balmfluh auf.