Die Churzeneigrabe-Runde absolvieren wir heute bei (beinahe) Vollmond - zu Beginn und bei der Ankunft vor dem für uns geöffneten Restaurant sogar wolkenfrei, nach dem Essen, während des Abstieges und dem Marsch talauswärts dann von der aus Westen aufgezogenen Wolkendecke stärker „verschleiert“.

Wir starten beim Wasserpumpwerk Hintergraben; die geschlossene Schneedecke und der leuchtende Mond erübrigen für den Aufstieg via Hof Grabeberg, wo wir erst die Schneeschuhe montieren, den Einsatz der Stirnlampen.

Nach dem nun ungepflügten, nur von unseren samstäglichen „Sondierspuren“ gezeichneten, Teilstück zum von oben erschlossenen Hof Hambühlsonnberg, wandern wir weiter hoch bis zum Gratrücken - die letzten Meter weglos abkürzend - und dem heute, nun für die erst kürzlich stattgefundenen Holzerarbeiten, gepflügten Gratwanderweg. An den fein duftenden gefällten Tannenstämmen vorbei treten wir für kurze Zeit in den Wald ein, und steigen an bis zum Hof und der Ebene auf Vorderarni.

Über diese ziehen wir weiter, am Hügelchen P. 1119 vorbei, wenig abwärts, und dann am Waldrand entlang zu unserem kurzen Zwischenhalt im Grathüttli Unghürflue. Nach dem kurzen „Aufwärmaufenthalt“ (nicht dass es die äusseren Bedingungen - windstill, angenehme Temperaturen - erfordert hätten) treten wir in die letztlich horizontale, lauschige, Waldpassage ein, in welcher wir bis zum Abzweig zum Restaurant fortschreiten.

Das doch vergleichsweise steile (und etwas ruppige) Pfädlein begehe ich nun mit zusätzlich eingeschalteter Stirnlampe; schön winterlich muten der abschliessende Gang übers Brückchen und die letzten Meter zum Kuttelbad an, wo wir bereits erwartet - und erst mal von Jacqueline willkommen geheissen werden (derweil Urs in der Küche wirkt).

Nach dem Apéro servieren uns die beiden die feine (vegetarische) Cholera, ein Gommer Gericht, mit erfrischendem Mischsalat. Ein dargebotener spezieller Likör rundet das vorzügliche Mahl ab; anschliessend geht es, nach längerem Verweilen im gemütlichen und schmucken Gaststübli, stirnlampenbewehrt (der Mond nun hinter den Wolken nur noch schlecht erkennbar) hinab in Chuttelwald und -grabe.

Im Churzeneigrabe angelangt, nehmen wir auch heute die Abkürzung über die Wiesenflächen und Loipe, und streben wenig später der Strasse zu, wo wir uns der Schneeschuhe entledigen. Dem meist schneebedeckten Bachbett des Churzeneibaches entlang wandern wir talauswärts via Ursmatt und der Schwandbachbrügg zurück nach Hintergraben.

ñ 1 ¾ h (inkl. Kurzpausen) bis Kuttelbad