Der Skitourenklassiker auf die Schwalmere hält was er verspricht: eine einfache SUPER-Tour mit grandioser Aussicht auf einer abwechslungsreichen Route im Wald beginnend, über Flachstücke, aber auch Steilstufen bis zum alpinen Gipfel aufsteigend.

Eine 14-köpfige Huttwilerschar trifft sich in Isenfluh zum mechanischen Aufstieg mit der Gondelbahn nach Sulwald. Auf der anderen Talseite kriegen die Berner Viertausender die ersten Sonnenhäubchen aufgesetzt, fast schon kitschig. Zuerst bei Vogelgezwitscher durch den Wald und dann über der Waldgrenze bis zur Alp Suls geht es ruhig bergan. Florian zieht eine eigene Spur in den Neuschnee. Diese dünne oberste Schicht lässt jedoch freudig hoffen, dass weiter oben mehr davon liegt und die Abfahrt durchaus genussvoll sein wird.

Wir sind nicht allein, weitere grosse Gruppen sind unterwegs. In dem bereits sonnendurchwärmten Osthang unterhalb der Lobhörner ist ein Abstand zwischen den einzelnen Tourengängern angebracht. Eine kurze Abfahrt auf den Fellen vor dem eigentlichen Aufstieg zum Gipfel bringt eine kleine lustige Abwechslung. Unschwer geht es weiter zum Gipfel, den wir auch als erste Gruppe erreichen. Bereits nach dem kurzen Umtrunk (ein vorgezogener Schluck zum 60-sten Geburi von Guido) werden die ersten Huttwiler nervös und stehen auf: keine andere Gruppe soll uns den Gipfelhang <vercheibe>. Und wirklich ist dieser dann ein Hochgenuss! Jauchzer ertönen ! Der Rückblick auf die gekräuselten Spuren ist eine Mischung von Freude und Stolz, denn die Huttwiler fahren halt schon recht gut Ski. Später werden wir das vergleichend mit anderen Spuren bestätigt erhalten.

Diesmal umgehen und umfahren wir die Lobhörner auf der anderen Seite ins Fürtal,  wieder in einer stiebenden Pulverschneeabfahrt. Leider ist dann weiter unten mit der Herrlichkeit vorbei und spätestens auf dem Waldweg zurück nach Sulwald wird bewusst, dass es auch Anderes gibt als <Pauda>.

Zwangsläufig (und nur deshalb) müssen wir in der Gartenwirtschaft im Sulwald einkehren, um auf  die Gondel zu warten. Wir halten Rückschau auf die Tour. Insbesondere das Schönwetterfenster wird gerühmt, denn das hat fast auf die Stunde genau gestimmt (siehe dazu die Bilder in der Galerie mit der sich nach und nach einhüllenden Jungfrau). Gut geplant und ausgeführt, Flöru !

Röbu Gerber