Schneeschuhtage im Eriz der SAC Senioren Huttwil

vom 2. – 4. Februar 2016

So zu lesen in den Club Nachrichten. Beim Erstellen des Tourenprogramms stand ja schliesslich auch noch keine langfristige Wetterprognose zur Verfügung. Die Web-Cam vom Skigebiet Eriz bestätigt unsere Befürchtungen, von Schnee ist weit und breit nichts zu sehen. Aber die SAC-ler sind bekannt aus jeder Situation das Beste zu machen.

So treffen am Dienstagmorgen 22 unternehmungslustige Teilnehmer fast gleichzeitig beim Ferienheim der Gemeinde Huttwil ein. Das Haus steht oberhalb von Innereriz auf einer Sonnenterrasse mit schöner Aussicht.

Schnell nehmen wir Besitz von unserem Feriendomizil. Die gute Infrastruktur wissen wir sehr zu schätzen. Durch das grosse Panoramafenster erspähen wir auf der Schattseite den letzten Schnee ausgebreitet wie ein Flickteppich. Unser Tourenleiter, Robert Zwahlen, begrüsst uns offiziell und gibt das Programm bekannt.

Wir starten mit einer Frühlingswanderung Richtung Hochmoor Rotmoos. Zuerst der Strasse entlang die nach Schangnau führt. Bei Punkt 1160 zweigen wir ab und steigen hoch zum Untere Scheidzun. Beim Obere Scheidzun machen wir Mittagshalt. Die lange Holzbank vor der Alphütte wird sofort belegt. Wir geniessen die Sonne und die tolle Aussicht. Gegenüber grüsst der Hogant, die sieben Hengste, Sichle und wie sie alle heissen. Schon kommt das Startzeichen zum Aufbruch. Nach einem kurzen Aufstieg Richtung Honegg (Bürkeili) laufen wir dem Hang entlangangHang auf einem Höhenweg. Am Wegrand grüssen tatsächlich schon die ersten «Zytröseli». Auf der Alp Honegg lädt noch einmal eine Holzbank zum Verweilen ein. Wir geniessen den kurzen Aufenthalt an der Sonne. Wer weiss, was für Wetter uns morgen erwartet. Wir verlassen den Wanderweg und steigen ab über Matten, überspringen Bächli und Gräben. Mäuse haben hier eine richtige Kraterlandschaft geschaffen. Alles Hindernisse, die eigentlich um diese Jahreszeit tief verschneit sein sollten. Kurz darauf treffen wir auf den Schneeschuh Trail. Zuerst geht es ein Stück durch den Wald und dann überqueren wir tatsächlich ein Schneefeld. In Rotmoos erreichen wir wieder die Strasse und nun geht es zügig zurück zum Ferienheim. ier treffen wir um 15.30 Uhr ein.Hier treffen wir um 15.30 Uhr ein. Beim Jassen, Ämtli fassen, Spiel und Spass am «Töggelikasten» verbringen wir die Zeit bis zum Nachtessen.

Mittwoch, 3. Februar.

Robi hat uns für heute einen halben Meter Neuschnee prophezeit. Doch er mag noch so ein guter Tourenleiter sein, schneien kann auch er noch nicht! Doch was soll’s. Wir lassen uns die gute Laune nicht verderben. Ein Spieltag ist angesagt. Aber siehe da, um 10.00 Uhr beginnt es zu schneien und zwar recht ausgiebig. Der Tagesablauf wird angepasst. Lunch um 11.30 Uhr und um 13.00 Uhr ein Versuch mit den Schneeschuhen. Wer hätte das gedacht, bereits vor der Haustüre können wir die Schneeschuhe anschnallen. Gemächlich laufen wir wieder die Strasse hoch Richtung Rotmoos. Bei Punkt 1200 biegen wir rechts ab und steigen hoch zur Untere und Obere Breitwang. Gemächlich geht es aufwärts, Schritt für Schritt, jedes hängt seinen Gedanken nach. Wellness pur für die Seele. Nach einer Stunde Aufstieg vernehmen wir Wolfsgeheul, oder doch nicht? Natürlich, heute um 14.00 Uhr ist ja Probealarm. Die Sirenen heulen! Nach einem kurzen Fotostopp steigen wir wieder ab Richtung Rotmoos. Hier trennt sich die Gruppe. Die einen nehmen den direkten Weg zurück zum Ferienheim. Die restlichen Teilnehmer folgen dem Schneeschuh Trail bis zur Säge Innereriz. Von da warten noch 160 HM Aufstieg auf sie. Während dem ganzen Nachmittag schneit es weiter, nun ist der Winter doch noch eingetroffen!

Donnerstag, 4. Februar

Nach dem Morgenessen ist Hüttenputz angesagt. Jedes weiss, wo es anpacken muss. So sind wir schon eine Stunde vor dem Übergabetermin fertig. Der Schneepflug kommt rechtzeitig und macht uns den Weg frei. So können wir problemlos nach Innereriz hinunter- fahren. Treffpunkt 11.00 Uhr beim Skilift Innereriz 1040 m. Wir starten direkt vom Skigelände aus. Dem Bach entlang, durch lichten Wald, erreichen wir die offenen Weiden. Wir geniessen die neu verschneite Winterlandschaft. Einzelnen Bäume, filigran wie auf einem Scherenschnitt. Kleine Bächlein sprudeln, der Schnee vermochte sie noch nicht ganz zuzudecken. Bei der Alphütte Untere Schöriz, mit einem einladenden Vordach, machen wir Mittagsrast. Unser umsichtiger Tourenleiter meint, es könnte weiter oben zügiger werden. Gemütlich ist es auch hier nicht und so sind wir froh, dass es bald weitergeht. Beim Aufstieg zeichnen wir eine schöne Spur ins Gelände. Um 13.15 Uhr erreichen wir unser Ziel, Stouffe 1511 m. Wie vorhergesagt weht uns hier ein eisiger Wind um die Ohren. Ein kurzer Blick auf die sieben Hengste und die ganze Bergwelt rund um Eriz. Noch schnell ein Gipfelfoto und nichts wie talwärts. Schnell sind wir wieder im Windschatten und nun können wir den Abstieg über die verschneiten Hänge geniessen. Aber Vorsicht, nicht überall hält die Schneedecke! Um 15.00 Uhr erreichen wir unseren Ausgangspunkt.

Wir durften drei abwechslungsreiche Tage in guter Kameradschaft verbringen. Das verdanken wir Robert Zwahlen, der für uns die Touren umsichtig geplant und geleitet hat und Anni Bürgi, sie hat uns kulinarisch verwöhnt.

Trudi Hiltbrunner