Schönstes Winterwetter ist uns beschieden schon auf der (ersten, um 9.20 Uhr L) Fahrt hinauf zum Chrindi; hier schnallen wir sogleich die Schneeschuhe an und steigen ab - zuletzt abseits des gespurten Weges (als Schneeschuhroute auf und ums Cheibehore ausgeschildert) hinunter zum gefrorenen und schneebedeckten Hinderstockesee.

Ein sehr spezielles Gefühl ist’s schon, nun auf diesem hinüber zur Insel zu laufen - speziell, begeisternd und faszinierend! Und wo wir doch gleich „dran“ sind, lassen wir den ersten „Eisfischer“ hinter uns, und steigen einigen wenigen Spuren entlang gleich hoch zum höchsten Punkt der Insel, welche wir doch schon so oft so schön im See aufragen sahen. Diese ist bereits von der Sonne beleuchtet; hingegen verläuft der Abstieg auf der Westseite zum „Festland“ wieder im Schatten; der Seespiegel liegt übrigens etwas tiefer als im Sommer, so dass zu dieser Jahreszeit die Insel nur noch eine Halbinsel darstellt …

Bis auf gut 1700 m steigen wir im Schatten der Mieschflue an, danach wechseln wir ans Sonnenlicht über und gewinnen an P. 1764 vorbei auf dem SE-Rücken des Hores schnell an Höhe; kurz sind einige wenige, beinahe apere, Stellen an südexponierter Hanglage zu überschreiten. Der Trail flacht nun ab und wendet sich der Erhebung P. 1895 zu; eine kleine Geländerippe gilt es noch zu bewältigen, bevor nach einer Mulde zum Grat, und auf diesem nun in östlicher Richtung zum Cheibehore aufgestiegen wird - ein prächtiger Gang, auf welchem sich nun das Stockhorn vor uns mächtig präsentiert.

Das Panorama gegen Süden, mit Blick von Wildgärst über EMJ und weitere Berner und Walliser Gipfel zum Wildhorn und Oldehore sowie zu Freiburger Alpen und Gantrischkette, „versüsst“ uns die Gipfelrast.

Dem Grat entlang zurück, zuletzt etwas Richtung Vorderstocke davon abweichend, gelangen wir oberhalb der hübschen Mulde unterhalb der Stockeflue nach P. 1799. Hier drehen wir nach rechts, also, Norden, ab, und folgen den Schneeschuhspuren, gelegentlich auch im Tiefschnee, zeitweise steiler hinunter zu P. 1648. Hier betreten wir den ebenfalls gefrorenen Oberstockesee; noch einmal erleben wir das aussergewöhnliche Erlebnis des Ganges s Wasser ;-)

Immer in etwa den rosaroten Stangen und den deutlichen Spuren entlang steigen wir nun an nach Oberstocke und zum eingewinterten Berggasthaus Oberstocke, wo wir uns auf dessen Südseite zu einer weiteren Pause niederlassen.

Durchs Wäldchen und an Schwaderei vorbei folgen wir dem Sommerwanderweg hinunter zu Alp und -hütten auf Hinderstocke. Zum Abschluss der Schneeschuhwanderung gönnen wir uns noch einmal den Gang über den Hinderstockesee; an einem nicht mehr benutzten Loch eines Eisfischers versuchen wir die Dicke des Eises abzuschätzen - so ungefähr 70 cm dick mag es sein!

Nach der Bewältigung des Schlussaufstieges zur Mittelstation Chrindi erhoffen wir uns eine Einkehr im Restaurant - dieses ist jedoch winters über geschlossen; das grosse Iglu an der NE-Ecke des Sees würde eine Bar beherbergen …