Lange hatten wir im Grenzgebiet Oberaargau|Emmental reichlich Schnee - doch die anhaltende Schönwetterphase hat diesem derart zugesetzt, dass wir die Schneeschuhe zu Hause lassen können|müssen; zusätzlich erscheint der Mond zu so später Stunde, dass wir ihn hell leuchtend erst auf der Rückfahrt zu Gesicht bekommen …

Wir starten in der späten Abenddämmerung in Wasen, Churzeneigrabe, bei der Brücke bei P. 855. Erst wandern wir flach dem Goldbach entlang grabeneinwärts, halten uns dann an die Zufahrtsstrasse zum ganzjährigen bewohnten Hof Goldbach, und beginnen dann mit dem zunehmend steileren Aufstieg - die gesamte Wegstrecke bis hier mit nur leichter (und nur wenig vereister) Schneeauflage.

Etwas mehr an Schneestapfen ist nun auf der zunehmend steileren Passage bis hinauf zum Hof Untere Schützenalp angesagt; hier montieren auch weitere Mitwanderer die Stirnlampen anlässlich einer kurzen Pause. Noch einfach zu begehen ist der Abschnitt bis zum Abzweig vor der Oberen Schützenalp (Jumbo wählt hier die Fortsetzung entlang der Strasse); wir jedoch stapfen nun hoch zum Stall ob Oberschützenalp.

Nach einer Kurzpause wenden wir uns spärlichen Spuren zu, welche ungefähr dem Sommerweg folgen, und uns auf ~ 1097 m auf die Passstrasse führen. Einfach gestaltet sich nun der Schlussbummel zur Lüderenalp, P. 1141. Im neu geführten und benennten Hotel-Restaurant („Bärnsicht“) kehren wir - wie angekündigt, so erwartet - ein.

Unsere Rekognoszierungs- und „Motivationsarbeit“ zeitigt guten Erfolg: nicht nur werden unsere ausgewählten Menüs aufgenommen, sondern steht sogar das von uns empfohlene Burgdorfer Bier zum Genuss bereit. Nach der gemütlichen Ess- und Trinkrunde anerbietet sich des Hotels Chef, Michael Hoff, uns ein kurzes, bluesig-balladenhaftes, Ständchen darzubringen - wir nehmen dies sehr gern an, eine positive Erfahrung mehr im empfehlenswerten Hotel-Restaurant mit vielseitigen, attraktiven Angeboten.

Nach dem gemütlichen Aufenthalt brechen wir auf - immer noch ohne den knappen Vollmond zu sichten - auf unseren Rückweg; dieser führt uns - öfters nun über vereiste Passagen - hinunter nach Vorderlüdern, P. 1110. Glücklicherweise ist auch der nachfolgende Abstieg bis zu (Schuhhauser), P. 965, grob gepfadet - es erleichtert unseren Abstieg doch, auch wenn auch hier die rutschigen Passagen zu beachten sind.

Wie erwartet, stellen jedoch die Wegabschnitte (wohl von den Zufahrten zum vorgängig erwähnten Hof festgepresst und deshalb vereist) hinunter zu unserem Ausgangspunkt Churzeneigrabe, P. 855, die höchsten Anforderungen an sicheres Gehen dar - ich bin froh um meine weit oben montierten Katoolas …

▲ 1 h 5 min bis Lüderenalp

▼ 40 min bis Churzeneigrabe, P. 855

unterwegs mit Rebecca, Ursula, Aschi, Beat, Jumbo und Peter