Unter einem grauen Himmelsdach nehmen wir ab Marbach Gondelbahn, den WW entlang des Schonbaches unter die Füsse. Auf P. 902 wendet sich der Weg vom Bach ab und führt nun in leicht sumpfigem Gelände hoch zu P. 1072. Unmittelbar nach einem Stall leitet der WW steil und weglos (einige nur wenige gelbe Pfosten könnten zur Orientierung dienen) zum Strässchen hoch auf P. 1125.

Auf diesem verläuft der Weg zum Hof auf Buchschachenegg gemächlich weiter - nun mit ersten, leicht sonnigen Abschnitten - zum Hof Gühn; hier lassen wir uns auf den kürzlich geschlagenen Baumträmeln zur Znünipause nieder.

Nach der Stärkung erfordert das Balancieren über weitere, auf dem WW liegende, grosse, Hölzer höhere Konzentration. Nach diesem Intermezzo leitet der WW eher steil, erst durchs Kuhgelände, später im Wald, hoch; kurz vor Erreichen des Ausstiegs versperren erst mal zahlreiche, grosse, vom Sturm gefällte, Tannen den Weiterweg, danach gilt es die beachtliche Wechte, welche überleitet zum flachen Rücken zwischen Günhorn und unserem Blumengipfel, zu meistern - Walter wählt hier die kühn wirkende Direttissima …

Nachdem wir auch diese ruppige Schlüsselstelle ebenfalls gemeistert haben, treten wir hinaus aufs Plateau - und nicht ganz unerwartet lassen sich bereits hier erst vereinzelte, dann mehrere der Frühlings-Krokusse erblicken.

Anschliessend trennt uns eine letzte Herausforderung vom Gipfel, um auf diesen zu gelangen: wiederum ist eine grosse Wechte im Steilanstieg zu bezwingen, bevor es die letzten, flachen, Meter zum Wachthubel geht.

Was wir hier, am Südhang des Kantonsgrenzberges, an einer Pracht von schönsten, weissen und violetten Frühlings-Krokussen vorfinden, hinterlässt bei uns einmal mehr grösste Bewunderung - und Ehrfurcht vor der Kraft und der Schönheit der Natur. Vor, während und nach der Mittagsrast - abschnittweise mit eher überraschenden „Sonnenfenstern“ - schweifen alle mit einer Kamera oder IPhone ausgerüsteten Teilnehmer immer wieder aus, die Pracht will festgehalten werden.

Auf dem anschliessenden Abstieg machen Walter und ich einen Abstecher zur enorm grossen Weide; dessen Wydebüüsseli hatten zuvor in der Sonne schön golden geleuchtet. Weiter folgen wir dem WW über P. 1312 hinunter nach Chüng.

Nach etwas steilerer Wegstrecke muss entlang der Nagelfluhwand ein kurzer Hindernislauf über heruntergestürzte Erdmassen und Baumstrünke gemacht werden, bevor wir via P. 1074 und Stössli bei nun wieder trübem Wetter nach Schangnau gelangen - bis zur Abfahrt des Postautos überbrücken wir die Zeit im Löie, mit Getränken und Schlüüffchüechlis.

unterwegs mit Käthi, Priska, Salome, Walter, Werner, Ueli und Ursula