Die LSB ab Emmetten entlässt uns auf den letzten Höhenmetern durchs dicke Nebelmeer - zwar in den Schatten - doch in eine atemberaubend schöne Kulisse bei der Bergstation über dem Nebelmeer.

Wie wir nach P. 1758 den ab hier spärlich wbw markierten Weg betreten, ist das teilweise recht abschüssige Gelände und die schmale Wegspur doch sehr feucht - gutes Auftreten, gutes Schuhprofil ist angesagt …

Nach dem unschwierigen Queren der weiten Geröllrisi ab P. 1883 folgt der oft seilgesicherte, teils doch sehr steile und luftige, Aufstieg durchs Felsband zum Schwiren - das Gras neben der oft lehmig-nassen Aufstiegsrinne ist teilweise gefroren; die Fixseile und zahlreiche Steinhöcker im und am Steig sind sehr willkommen; ein einmaliges Ausgleiten auf der rutschigen Unterlagen würde fatal, letal, enden …

Umso schöner ist’s auf dem Übergang an die Sonne herauszutreten - und bereits recht trockene Grashänge und felsige Abschnitte im Aufstieg zum Oberbauenstock anzutreffen.

Auf dem Gipfel können wir länger verweilen, bläst doch kein unangenehmer Wind; so geniessen wir die Sicht aufs beinahe rundum herrschende Nebelmeer.

Zurück geht’s über Schwiren auf den langen Gratgang - mit einigen Auf und Abs; stets näher kommen wir dem überaus grossen, bereits von weitem glänzenden, Gipfelkreuz (mit Aluplatten verkleidet) des Gandispitzes; exakt zur Mittagszeit können wir uns hier zur ¾-stündigen Mittagsrast niederlassen.

Wir erfreuen uns am bereits hier tollen Rückblick zur zurückgelegten Gratwanderung, bevor wir uns aufmachen, den teils doch schmalen Gratweg zum Jochlispitz zu begehen und zum Vorderjochli - einfach - abzusteigen.

Die gut 100, sehr steilen, Höhenmeter im weglosen Gelände unter den Schwalmisbändern erfordern eine letzte grössere Anstrengung; der Durchgang zwischen den Felsen hindurch kann mit wenigen Kraxelpassagen bereichert werden - jener selbst ist durchgängig grasbesetzt und unschwierig zu begehen. Nach einer lauschigen Gratpassage steht ein letzter steiler Anstieg auf dem Grashang zum Schwalmis an - wir erreichen doch sehr zügig den Gipfel, den heute höchsten Punkt (eine Stunde vom Gandispitz bis hierhin benötigten wir).

Nach einer weiteren ausgiebigen Gipfelrast schreiten wir dem Grat entlang in westlicher Richtung bis zu P. 2198, wo wir erst weglos, danach auf schwacher Spur, absteigen über Aren …

Konnten wir doch während unserer langen Tour gut beobachten, dass die Nebelgrenze zwar wenig dramatisch, doch unaufhaltsam anstieg, so überraschte es uns nicht, dass wir auf ca. 1850 m in die erst nur schwach ausgeprägte, wenig später doch sehr dicke, Nebelschicht eintreten mussten - die Wegfindung (wo sich denn noch eine Spur befand) wurde hier deutlich schwieriger …

Nun, es gelang doch gut, weglos zum Bergweg hinunterzufinden, welcher zu P. 1532 führt. Hier angelangt, schreiten wir länger - und von grosser Feuchtigkeit und Nässe begleitet - durch den Nebel hinab (und wenige Gegenanstiegsmeter hinauf) zur Twäregg.

Allmählich sehnen wir uns heute nach der „warmen Stube“ in der mir bestens bekannten Stockhütte nahe der Bergstation - nebst den Hopfengetränken stehen nun diverse Kaffees auf dem Getränkeplan …