Nach der langen Fahrt ab dem Talboden (Ausser Kandergrund, P. 854) stellen wir eines der beiden Autos auf Grimer ab (das andere bei P. 1513, wo die Rundtour über die beiden Horen enden wird). Im Schatten des Giesigrates beginnt hier die attraktive Grat- und Rundtour - erst hoch zum wenig deutlichen Abzweig zum „Giesene“-Weg auf ca. 1724 m: hat man den Durchlass zwischen den Stacheldrahtverhauen überstiegen, wird man des blauen Schriftzuges auf einem Steinblock gewahr.

Ungefähr bei P. 1753 beginnt ein sehr anregender Steig, welcher manchmal steiler, dann wieder in Flachpassagen, durch teils steile Geröllhalden und Grasbänder, und abschnittweise unmittelbar oberhalb hoher, beinahe senkrechter, Flühe über dem Bundergrabe nach Tschingla leitet - gerade bei den heute feuchten Terrainverhältnissen sind die Schuhe sorgsam aufsetzen, Trittsicherheit ist unerlässlich, ein einmaliges Wegrutschen endete letal. Doch der schmale Steig ist an sich sehr attraktiv - von der Weganlage her wie auch vom Tiefblick ins Kandertal und Ausblick zur Niesenkette; diese wird mit Fortdauer jedoch mehr und mehr von Wolken eingehüllt.

Wie wir auf die Alpflächen des Rinderfeldes auf Ober Giesene hinaustreten, erfreut uns der tolle Ausblick zu den neu verschneiten Balmhorn, Altels und Rinderhorn - die teils beinahe flachen Weiden, welche bei P. 1912.1 überleiten zu einem steilen Felsabsturz, stellen zusammen mit dem famosen Tal- und Bergblick, mit den den Hang terrassierenden, Trampelpfaden des Viehes, eine Augenweide dar.

Nach einer kurzen Pause, während welcher wir die letzten Sonnenstrahlen geniessen können, machen wir uns weglos auf in den nun ansteilenden Grashang; bald einmal tauchen wir in die Wolkendecke ein. Unter den Vorgipfeln, P. 2172 und P. 2296, erreichen wir die Wegspur des BWW; diesem folgen wir via P. 2165 hinauf in den Sattel, Giesigrat, P. 2306.

Weglos nun streben wir nun dem Sattelhore zu - null Sicht, und eher kühle Temperaturen, lassen uns sogleich wieder auf den BWW absteigen, und bei der weder Aussicht noch Tiefblick zulassenden Wetterlage dem öfters doch recht exponierten, teils auch gesicherten, Weglein über den Giesigrat folgen.

Stets etwas absteigend erreichen wir so P. 2059, und bald danach, etwas ansteigend, die Grathütte, wo wir uns auf deren Terrasse zur Mittagsrast niederlassen.

Anschliessend unterqueren wir den (Rüederigsgrat) auf dessen Ostseite; wiederum sind hier wenige abschüssige Stellen seilgesichert - der Weg insgesamt erscheint neu ausgebessert. Noch einmal dürfen wir einige Höhenmeter hinter uns bringen, bevor wir - nach wenigen kraxligen Metern - unser zweites Gipfelziel, das Gehrihore, erreichen. Hier verweilen wir auch nicht allzu lange, die Wetterbedingungen haben sich nicht verändert, doch reicht es immerhin für ein „Grauschleier-Gipfelfoto“ …

Erst noch immer leicht luftig, setzt sich nun der Abstieg fort; je näher wir zu P. 1949 gelangen, desto einfacher wird nun die Weganlage - sie setzt sich auch mit dem Abstieg in der NW-Flanke nach Obere Geerene in dieser Art fort. Nach einem letzten kurzen Halt machen wir uns auf zum letzten Abschnitt unserer Clubtour.

Dem BWW folgen wir in westlicher Richtung hinunter nach Under Geerene; ab hier kürzen wir in südwestlicher Richtung über Weidegelände ab, um den Wanderweg unterhalb Kobeli zu gewinnen. Auf diesem streben wir via P. 1532 in Wald- und Wiesengelände dem Endpunkt unserer Bergwanderung, P. 1513, zu.

unterwegs: Felix, Hannes, Robi, Susanne, Therese, Walter, Willy und Werner (Tourenleiter)