Beim Forsthaus Bannwald beginnen wir bei wechselnder Bewölkung, doch mit Sonnenschein, den weiten Anmarsch zum Gipfel. Nur wenig ansteigend schreiten wir meist im Wald zum Parkplatz Kreuzlisteistrasse, später bereits steiler über oft matschigen Untergrund zum Forsthaus an (kurz zuvor - und bis zum Gipfel - nun wbw markiert).

Sumpfig geht’s im Wald weiter hoch, mit noch moderater Steigung; die Traverse durch die Verbauungen des heute kein (!) Wasser führenden Rübibaches ist flach - der Weiteranstieg Richtung Obrist Boden noch mässig steil. Erst unter dem Ribihuisli wird’s definitiv „gäch“; beim Hüttchen selbst legen wir eine kürzere Verpflegungspause ein.

In der Fortsetzung erweist sich der Hang doch beträchtlich steil; von einem Ausrutschen im Gelände sei gewarnt - dafür ergeben sich durch die Waldlichtungen hindurch schöne Ausblicke ins Seebecken von Buochs, zum Bürgenstock hinüber und Richtung Rigi Kulm; der Pilatus liegt in den Wolken. Bereits die noch flacheren Passagen bis zum eigentlichen Gitzitritt, welcher die Felsbänder meist seilgesichert recht gut bewältigen lässt (wobei heute wegen der Nässe doch zusätzliche Vorsicht und Konzentration erforderlich ist), hätten eine Seilsicherung verdient. Von sehr attraktiver Wegführung, anregende“ Tiefblicke ermöglichend, jedoch nicht trivial, ist dieser Steig zu begehen.

In zahlreichen ausholenden Kehren und steilen Anstiegen im felsdurchsetzten Wald schraubt sich jener hoch und höher; zuletzt stellt eine Leiter den Ausstieg dar; ins moderatere Gelände und zum Grat bei P. 1521 führt das Pfädlein hoch.

Die Schwierigkeiten sind nun vorbei, es folgt die unproblematische Gratwanderung via Guberntossen zum offenen Alpweidegelände und dem kurzen Abstieg - an der Aussichtskanzel vorbei - zur Senke auf P. 1516; noch ist hier der Blick frei zum Luzernersee.

Nun ist (endlich) auch derjenige zum Gipfelziel frei; je weiter wir höher steigen, desto üppiger sind die steilen Wiesenflanken, nun hier nicht mehr von Rindviechern besiedelt, von Blumen übersät: in erster Linie erfreuen uns die unzähligen Narziss-Anemonen, Trollblumen, Orchideen und Weissen Alpen-Anemonen (an der später begangenen Abstiegsflanke zur Unterochsenweid) sichten wir dann richtige Felder von Berg-Flockenblumen).

Erfreulicherweise zeigt sich uns das Wetter bei der Ankunft auf dem Buochserhorn erst gnädig: noch können wir bis nach Luzern, zur Rigi und über den Vierwaldstättersee bis nach Brunnen blicken. Während unserer Rast verdichten sich die Wolken, welche sich von N her aufbauen - für den deshalb etwas vorgezogenen Abmarsch werden Regenhauben, -jacken und -pelerinen montiert.

Wie wir dann bei P. 1695 unter der Alp Ober Ochsenweid vorbeiziehen und auf steilen und rutschigen Viehweiden der Unterochsenweid zustreben, regnet es nun doch richtig. So passt es absolut perfekt, dass nach unserem nassen Abstieg zum Arhölzli dessen Älplerin uns bittet, an den „Schärme“ zu kommen - und wir haben es, zusammen mit den drei Älplern, in der einfachen, doch behaglichen, Wohnküche sehr gemütlich; allerlei Getränke werden zu einem freiwilligen Entgelt angeboten.

Mit fortschreitendem Aufenthalt verzieht sich der Regen - wie wir aufbrechen scheint die Sonne wieder; derart folgen wir erst flacher dem BWW Richtung Ligg; unterhalb dessen Hütten durchschreiten wir einen steilen Hang voller Wiesen-Bocksbarte. Danach führt der schmale Pfad durch den Wiesenhang zügig hinunter zum Übergang und Eintritt in den Wald zwischen Geissholzegg und Chueblätz.

Etwas angenehmer - weniger rutschig - zu begehen ist nun die Waldpassage zwischen Steingrabenegg und Gross Lauwigraben; nach der Querung des Strässchens finden wir unterhalb des Forsthauses wieder auf unser Aufstiegsweg zurück. Auf diesem steigen wir - kurz zum trockenen Rübibach ausholend - ab, und streben am Waldfriedhof vorbei dem Ausgangspunkt Forsthaus Bannwald zu.

unterwegs mit Doris, Jumbo, Lilly, Luciano, Michael, Urs und Ursula