Wir parkieren die Autos auf der Wiese von Hammer-Allmend, und unter der Leitung von Urs Wenger starten wir die spannende Alpinwanderung.
Viel Wasser führt heute der Wolfbach, entsprechend imposant sind die Wasserfälle. Ebenso faszinieren uns die Kräfte der Natur, welche die urige Schlucht geformt haben.
Bei Punkt 892 zweigen wir westwärts ab zum Bäreloch. An eine riesige Kathedrale erinnert die Höhle, die überspannenden Felsbögen sind gewaltig eindrücklich.
Nach kurzer Pause erklärt uns Urs den Weiterweg: T4+ und Klettern II - für die Trittsicheren ist der luftige Gang über die Felsbrücke ob der Höhle. Für die nicht ganz Schwindelfreien übernimmt Margrit Sommer die Wanderleitung zum Hinteren Brandberg (ca. T2 – T3).
Neun Bergfreunde steigen hoch zur Felsbrücke, überschreiten diese und geniessen den Weiterweg teils kletternd und marschierend zur Hohli Flue. Die stollenartige Höhle wird kraxelnd und zuletzt kriechend durchquert; als Belohnung wartet eine Flasche Schnaps beim Höhlenausgang. Danach geht’s auf Pfadspuren mit gelben Markierungen rechtshaltend weiter, nur noch kurz kommen die Hände zur Fortbewegung zum Einsatz. Ostwärts, entlang dem Grat, schreiten wir zum Wanderweg, welcher vom Lochboden zum Hinteren Brandberg leitet; fast zeitgleich treffen wir auf die sieben Wanderer auf der Wiese vor der geschlossenen Alpwirtschaft.
Paul scheut es nicht, den Wirt vom Hinteren Brandberg um Sitzgelegenheit zu bitten; die Wirtsleute zeigen sich höchst freundlich und bringen zwei Harasse mit Bier auf die Terrasse - die Mittagsrast kann begossen werden.
Beim Weiterweg zur Mieschegg weist uns Urs auf die interessante Flora hin: der Wechsel vom Löwenzahnfeld zu der mit Schlüsselblumen übersäten Wiese ist tatsächlich speziell – und wie leuchten die farbenprächtigen Orchideen!
Ab der geschlossenen Bergwirtschaft Mieschegg wird ein Wettrennen zum Kreuz der Mieschegg veranstaltet. Wer zuerst oben sei, dürfe gratis nochmals runter und erneut aufsteigen …, meint Urs.
Anschliessend steigen wir gemütlich zur ebenfalls geschlossenen Oberen Tannmatt ab, umrunden ostseitig auf dem Wanderweg den Tannmattchopf, und via Chüematt geht’s zurück zur Wolfschlucht und zum Ausgangspunkt.
Nach 850 Höhenmetern und 6 Stunden wird im Raum Oensingen auf die gelungene Tour angestossen.

Ein Dank an alle, welche zum Gelingen der spannenden Tour beigetragen haben - und Luciano für die zusätzlichen Fotos. Ursula Hess